Katastrophe in Fukushima
Betreiber: Lage in Atomruine „stabilisiert“

Internationale Medienvertreter machten sich am Mittwoch in Schutzanzügen ein Bild von der Atomreaktor-Ruine in Fukushima. Ein Sprecher des Betreibers Tepco berichtete über Fortschritte bei der Räumung. Bild: dpa

Fukushima. Rund fünf Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat sich die Lage in der Atomruine nach Ansicht des Betreiberkonzerns Tepco "stabilisiert". Die Bedingungen auf dem Gelände der Anlage seien "wirklich stabil", versicherte der Leiter des zerstörten AKW, Akira Ono, bei einer Besichtigungstour für eine Gruppe ausländischer Journalisten.

Die vollständige Stilllegung wird schätzungsweise noch 30 bis 40 Jahre dauern. Die größte Herausforderung sei die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den zerstörten Reaktoren, über deren Verbleib noch keine volle Klarheit herrsche, sagte Ono. Fünf Jahre nach dem Unglück sind täglich etwa 7000 Arbeitskräfte von Tepco sowie angeheuerten Vertragsunternehmen in der Atomruine im Einsatz. Ein Großteil der Trümmer ist beseitigt, und etwa 95 Prozent des Geländes der Atomruine sind mit einer Betonschicht überzogen, um zu verhindern, dass Regenwasser in den Boden dringt.

Dennoch bestehen weiter große Herausforderungen, darunter die Bewältigung der gewaltigen Mengen verstrahlten Wassers. Täglich fließen Hunderte Tonnen Grundwasser auf das Gelände der Atomruine, ein Teil davon gelangt in die Untergeschosse der Reaktoren. Ein Großteil des radioaktiv belasteten Wassers wird gefiltert und in Wassertanks zwischengelagert - der Platz für immer mehr Tanks sei aber beschränkt, räumte Ono ein. Ein Eiswall aus gefrorenem Boden um die Reaktoren herum soll nun den ständigen Zufluss von Grundwasser stoppen.
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