Kein Asyl im Schwesternwohnheim

Es wird keine Asylbewerber im Schwesternwohnheim in Eschenbach geben. Deutlicher hätte am Sonntagvormittag die Botschaft von Landrat Andreas Meier an die Gäste des CSU-Neujahrsempfangs in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule und an die Bevölkerung nicht sein können.

Eschenbach. (do) Andreas Meier reagierte mit der "Brandmeldung" auf Bedenken der Bevölkerung, wie er sagte. Als einer, der das klare Wort bevorzuge, habe er den Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz aufgefordert, von einer Belegung des Wohnheims mit Flüchtlingen Abstand nehmen, verkündete Meier den überraschten Gästen. Gleichzeitig verwies der Kommunalpolitiker auf den Vollzug des Winternotfall-Planes im Aufgabenbereich des Landkreises.

"Je suis Charlie"

Meier outete sich als Befürworter dezentraler Unterbringungen und verwies auf die Zuständigkeit der Bezirksregierung beim Aufbau von Gemeinschaftsunterkünften. Darüber hinaus plädierte der Landkreischef für freiwillige Obergrenzen bei der Verteilung der Asylbewerber auf die Städte und Gemeinden. Beispielsweise sei ein Kontingent von 60 Flüchtlingen im ehemaligen Dettenhöfer-Möbelhaus für Eschenbacher Verhältnisse genug, befand der Gastredner. Begonnen hatte der Neujahrsempfang mit einer Gedenkminute für die Opfer der Terroranschläge in Paris. "Je suis Charlie", rief CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes ihren Gästen zu und appellierte mit Blick auf die Gräueltaten in vielen Ländern an Toleranz und an gemeinsame Problemlösungen.

Hauptrednerin Barbara Lanzinger, stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen-Union und Mitglied des Bundestages, rückte insbesondere die Grundsätze der Stabilität, Solidarität und Sicherheit als Eckpfeiler christlich-sozialer Politik in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Als Glücksbringer fungierte Bezirkskaminkehrermeister Roland Gallitzendörfer mit Glückscents. Bericht folgt
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