"Kein Platz mehr frei"
Entwicklungshilfeminister fliegt in 1. Klasse nach China

Berlin. Als Entwicklungsminister wettert Gerd Müller (CSU) oft gegen Verschwendung - dennoch flog er vor zwei Wochen mit einem 1.-Klasse-Ticket zu den Regierungskonsultationen nach China. Die anderen Minister nahmen alle in der Regierungsmaschine Platz. Wie die "Bild"-Zeitung am Freitag berichtete, reiste nur der langbeinige Minister in der 1. Klasse der Lufthansa. Nach Angaben einer Sprecherin saß Müller nicht in der Regierungsmaschine, weil man befürchtete, er könne seinen erst drei Tage vor Abflug bestätigten Termin mit dem chinesischen Handelsminister Gao Hucheng nicht pünktlich erreichen. Wegen der kurzfristigen Buchung sei kein Business-Class-Platz mehr verfügbar gewesen. Die Mehrkosten ließen sich nicht genau berechnen. "Bild" rechnete mit Zusatzkosten von rund 20 000 Euro. Minister fliegen normalerweise auch Business-Class.

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