Keine Spur von Waffenstillstand in Syrien
Russland am Pranger

Machthaber Baschar al-Assad zeigt kein Interesse an einer schnellen Feuerpause. Bild: AFP

Damaskus. Nach Luftangriffen auf Krankenhäuser und Schulen im Norden Syriens wächst international die Kritik an Russland und dem syrischen Regime. Das türkische Außenministerium erklärte, die Angriffe auf zivile Ziele seien "nach internationalem Recht ein klares Kriegsverbrechen". Auch Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault verurteilte die Bombardierung von Kliniken scharf. Moskau wies die Anschuldigungen zurück.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) rief Russland und die Türkei zur Einhaltung der Münchner Friedensvereinbarung auf. Die Angriffe auf Kliniken und Schulen bezeichnete er als neuen "traurigen Tiefpunkt" des Konflikts. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich erschüttert. In der Sitzung ihrer Unionsfraktion am Dienstag in Berlin sagte sie, die Bilder seien "dramatisch", "herzzerreißend" und "deprimierend". Syriens Präsident Baschar al-Assad hatte am Montagabend eine schnelle Feuerpause erneut ausgeschlossen. (Kommentar und Seite 2)
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