Kerry kämpft für Atomdeal mit dem Iran

US-Außenminister John Kerry tritt den Skeptikern in Washington entgegen. Der Kongress prüft bis September die Vereinbarung mit dem Iran. Bild: dpa
US-Außenminister John Kerry hat den Kongress in Washington beschworen, die Atom-Vereinbarung mit dem Iran zu unterstützen. In einer Anhörung vor dem Auswärtigen-Ausschuss des Senats sagte Kerry am Donnerstag, es gebe keine Alternative zu dem Deal, den die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran abgeschlossen hatten. Ziel sei es gewesen, Teheran die Fähigkeit zu nehmen, eine Atombombe zu bauen, "und das haben wir erreicht", sagte Kerry. Die Übereinkunft stößt vor allem bei Republikanern auf massive Kritik.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich unterdessen gegen Kritik an seiner Iran-Reise verteidigt. Er sei dem Motto "Kontakte statt Konflikte" gefolgt, sagte Gabriel am Donnerstag in Berlin. "Das, glaube ich, ist sinnvoll." Nach dem historischen Atomkompromiss sei dem Iran mit der Visite deutlich gemacht worden, dass es sich für ein Land lohnen könne, "wenn es sich auf eine friedliche Konfliktlösung einlässt". Kritiker werfen Gabriel vor, zu früh nach Teheran gereist zu sein. Sie verweisen darauf, dass der Iran das Existenzrecht Israels nicht anerkenne und gegen Menschenrechte verstoße.
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