Kerry rüttelt auf: Staaten sollen Klima retten

US-Außenminister John Kerry versuchte, der Klimakonferenz neuen Schwung zu geben. Kurz vor dem Finale hakte es noch. Bild: dpa
Trotz intensiver Verhandlungen der 195 Länder um das Gerüst für einen Weltklimavertrag schaffte die Klimakonferenz in Peru am Freitag keinen raschen Abschluss. Die meisten Teilnehmer gingen von einem Konferenz-Finale erst am Samstag aus. Der amerikanische Außenminister John Kerry versuchte mit einer flammenden Rede, die Delegierten in der Hauptstadt Lima aufzurütteln. Der Klimawandel sei menschengemacht und könne von Menschen aufgehalten werden, sagte er. Kerry erkannte die Verantwortung der Industrieländer für den Klimawandel an, nahm die Entwicklungsländer aber im Kampf gegen die Erderwärmung mit in die Pflicht. "Jedes Land hat die Verantwortung, seinen Teil zu tun."

Zumindest einen Erfolg hat es in Lima gegeben: Die EU-Minister kamen sich in wichtigen Fragen zur Fortsetzung des Kyoto-Protokolls näher. Dank des Einsatzes von Staatssekretär Jochen Flasbarth seien die Voraussetzung für eine Ratifizierung von Kyoto II durch die EU und ihre 28 Länder nun möglich, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Freitag in Lima.
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