Kinder als "Täter" - Aufsatz als Strafe
Notrufmissbrauch in Weiden geklärt

Symbolbild: Polizei

Weiden. In den vergangenen Tagen haben sich „Spaßvögel“ mehrmals einen makaberen Scherz erlaubt. Sie wählten jeweils an einer Telefonsäule den Notruf 112 und meldeten einen Brand. Daraufhin rückten die Einsatzkräfte aus. Es konnte jedoch jedes Mal Entwarnung gegeben werden.

Zuletzt wurde am vergangenem Montag gegen 16:07 Uhr ein Notruf aus einer Telefonsäule in der Königsberger Straße abgesetzt. Die Anrufe gingen immer bei der integrierten Leistelle Nordoberpfalz ein. Von Beginn an war zu vermuten, dass Kinder die Notrufnummer wählten. Wie die Polizei heute meldet, sind die "Täter" ermittelt - zumindest für den Notruf vom Montag und für vier weitere Anrufe.

Sinnvolle Beschäftigung

Der entscheidende Hinweis kam von einer Schule aus dem Stadtgebiet Weiden. Bei den Anrufern handelt es sich um drei Kinder im Alter von 8 und 9 Jahren. Da die Sprösslinge aufgrund ihres Alters strafrechtlich noch nicht belangt werden können, hat sich der Sachbearbeiter bei der Polizei in Abstimmung mit der Schule bereits eine sinnvolle Beschäftigung überlegt: Die Kinder können sich in Form eines Aufsatzes ihr Handeln noch einmal durch den Kopf gehen lassen und danach zu Papier bringen.

Rechtsanspruch gegen Eltern?

Die genaue Anzahl der getätigten Anrufe steht derzeit noch nicht fest. Laut vorläufiger Auskunft der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz kam es in den vergangenen Wochen an besagter Notraufsäule zu 27 missbräuchlich getätigten Notrufen. Die Polizei weist heute noch einmal darauf hin, dass dadurch erhebliche Kosten entstehen können. Sollten etwa Eltern die Aufsichtspflicht verletzt haben, prüfen die Einsatzkräfte, ob gegen die Eltern ein Regressanspruch besteht.
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