Kinderporno-Unterlagen aus Versehen verschickt
Ausschuss findet Leck

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Edathy-Affäre hat ein neues Leck in der Informationskette entdeckt. Die Abgeordnete Irene Mihalic (Grüne) kündigte am Montag an, sie wolle vom Bundeskriminalamts (BKA) wissen, weshalb Vorgesetzte nicht bemerkt hatten, dass eine BKA-Sachbearbeiterin am 1. Februar 2012 versehentlich die komplette deutsche Kundendatei des kanadischen Kinderporno-Rings zur Staatsanwaltschaft Mainz geschickt hatte. Dadurch könnte die Zahl derjenigen, die vor den Presseberichten vom Februar 2014 von dem Kinderporno-Verdacht gegen den damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy wussten, größer gewesen sein als angenommen. Die Polizistin hatte nur Daten zu einem einzigen Verdächtigen verschicken wollen. Die Ausschussvorsitzende Eva Högl (SPD) sagte "Spiegel Online", sie wolle Edathy noch in diesem Jahr laden.
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