Klimakonferenz
Auftakt in Marrakesch

Marrakesch. Mit Aufrufen zum Kampf gegen die Erderwärmung hat die Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch begonnen. "Untätigkeit und der Status quo sind keine Optionen", sagte die neue UN-Klimachefin Patricia Espinosa am Montag vor Delegierten aus knapp 200 Ländern. Der marokkanische Außenminister und Konferenzchef Salaheddine Mezouar mahnte: "Die Augen der Welt ruhen auf uns!"

In der französischen Hauptstadt hatte die Weltgemeinschaft im vergangenen Jahr unter anderem vereinbart, dass die gefährliche Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, besser 1,5 Grad, begrenzt werden soll. Die Nachfolger-Konferenz in Marokko dauert bis zum 18. November und soll einen Fahrplan für die Umsetzung dieser Ziele erarbeiten. Die französische Umweltministerin Ségolène Royal als Gastgeberin der Konferenz von Paris im Jahr 2015 übergab zur Eröffnung der Konferenz den Hammer des Vorsitzenden an den marokkanischen Außenminister.

Tausende Delegierte wollen Verfahren und Zeitpläne zur Umsetzung der Pariser Klimaziele ausarbeiten. Dabei geht es etwa um die Frage, wie arme Länder bei der Anpassung an die Folgen der Erderwärmung unterstützt werden oder wie die ganz unterschiedlichen Klimaziele der Staaten verglichen werden können.

Der in Paris vereinbarte Weltklimavertrag war erst drei Tage vor Beginn der Konferenz in Marrakesch in Kraft getreten. Dies war möglich geworden, weil große Staaten und Gemeinschaften wie China, die USA und die EU rasch ratifiziert haben. Genau genommen findet das neue Klimaabkommen aber erst nach 2020 Anwendung: Solange gilt noch der Vorläufer, das Kyoto-Protokoll.
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