Kölner Stadt-Anzeiger
Pressestimmen

Die Zeitung schreibt zum Rüstungsexportbericht der Bundesregierung:

Sigmar Gabriel gibt sich Mühe, die Rüstungsexportpolitik zu verändern. Dies ist ein ehrliches Lob - auch wenn sie die Einschränkung enthält, dass seine Bemühungen längst nicht zu Ende sind. Wie auch, er ist erst seit gut zwei Jahren als Wirtschaftsminister zuständig für die Genehmigung der Waffenausfuhr. Problematisch bleibt, dass Deutschland weiter die meisten Waffen in Länder außerhalb der Nato liefert. Dieses Erbe aus Zeiten von Schwarz-Gelb hat Gabriel noch nicht überwunden. Er braucht einen langen Atem - auch gegenüber den Betriebsräten der Rüstungsindustrie. Der nächste Exportbericht dokumentiert, ob der Minister weiter Lob verdient.

Schwäbische Zeitung

Das Blatt aus Ravensburg kommentiert den Antiamerikanismus in Deutschland:

Die Kritik an all den genannten Sünden der USA, den Fehlern und Missständen ist berechtigt. Teilweise sind sie schändlich für die USA. Dennoch ist der zunehmend salonfähige Antiamerikanismus ein erstaunlicher Befund - und ein gefährlicher. Erstaunlich ist er, weil das kollektive Gedächtnis der Deutschen offensichtlich immer größere Lücken aufweist. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs hatte Deutschland keinen verlässlicheren Partner als die USA. ... Die Vereinigten Staaten waren die entscheidende Schutzmacht innerhalb der Nato. Sie haben zu Zeiten des Kalten Krieges den Westdeutschen ihre Freiheit garantiert. Und sie sind heute die wichtigste Schutzmacht der osteuropäischen Staaten, die sich von einem aggressiven Russland bedroht sehen.

Die Zeit

Die Wochenzeitung aus Hamburg meint zum Thema Griechenland:

Wir müssen begreifen, dass ein Teil der griechischen Schulden gestrichen werden muss. Dieses Geld wird niemals zurückfließen. Das muss uns bewusst sein, auch wenn es uns sehr schwerfällt. Es ist psychologisch undenkbar, einen europäischen Marshallplan ins Leben zu rufen und gleichzeitig alle diese fantastischen Schulden Griechenlands nicht anzutasten... Etwas anderes zu behaupten ist Unfug.
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