Koma-Patient wird vorerst weiter ernährt

Der französische Koma-Patient Vincent Lambert bleibt vorerst am Leben. Die behandelnde Ärztin Daniela Simon habe sich dazu entschlossen, einen gesetzlichen Vertreter für Lambert einzufordern, berichtet der französische Fernsehsender Europe 1. Simon sagte, unter dem derzeitigen Druck, auch durch die Eltern Lamberts, seien die nötigen Bedingungen für ein ordentliches weiteres Verfahren sowohl für den Koma-Patienten wie auch für das Pflegepersonal nicht gegeben. Das Krankenhaus wies darauf hin, dass man nicht an dem im Gerichtsverfahren festgestellten Gesundheitszustand Lamberts zweifle.

Lambert fiel 2008 nach einem Unfall ins Koma. Seine Frau, mehrere Geschwister und Ärzte haben sich für einen Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen ausgesprochen. Die Eltern klagten dagegen bis vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof. Die Richter bestätigten Anfang Juni die französische Rechtsprechung. Seit 2005 ist es Ärzten überlassen, lebenserhaltende Maßnahmen abzubrechen, wenn sich der Patient nicht selbst mitteilen kann.
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