Kommentar von Frank Werner
Kleine Schritte bei der großen Hilfe für die Asylbewerber

Dobrindt-Klartext. Karikatur: Tomicek

Es ist ein Mini-Schritt in die richtige Richtung. Die Staatsregierung verdreifacht die Zahl der Sozialbetreuer für Asylbewerber. Menschen, die den Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten bei ihren ersten Schritten im deutschen Alltag helfen. Für die Akzeptanz der Syrer, Iraker oder Afghanen in den bayerischen Gemeinden ist dies unabdingbar.

Die Helfer werden nicht nur in den Erstaufnahmeeinrichtungen gebraucht. Auch die Gemeinschaftsunterkünfte müssen mit einer ausreichenden Zahl an Fachkräften ausgestattet sein. Kleckern statt klotzen kann nur das Motto lauten. Die jetzt genehmigten 2,3 Millionen Euro für die Asylsozialberatung sind sicher nicht genug.

Den Menschen das Leben nach den Strapazen der Flucht erst einmal zu erleichtern ist eine Selbstverständlichkeit. Verständnis für die Aufnahme einer großen Zahl an Asylbewerbern zu schaffen, ist da eine wesentlich heiklere Aufgabe. Der Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, nachdem EU-Länder mit vielen Flüchtlingen zeitweise von anderen Staaten entlastet werden sollen, ist deshalb nachvollziehbar.

"Wir können nicht alle Armutsprobleme der Welt in unserem Land lösen", hat de Maizière gesagt. Der Aussage ist schwer zu widersprechen. Aber wir können den Asylbewerbern vor Ort zeigen, was Menschlichkeit bedeutet. Jeder von uns.

frank.werner@derneuetag.de
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