Kommentar zu Donald Trump
Trump stiftet Chaos, um sich als ordnender Führer anzubieten

Angesichts seines Werdegangs als ehemaliger Casino-Besitzer sind einige versucht, den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als Spieler und Zocker zu kritisieren oder gar zu diffamieren. Doch das lenkt vom eigentlichen Problem ab. Zwar könnte es sein, dass der zeitweilige Unterstützer der Demokraten, Donald Trump, so etwas wie eine politische Haltung hat. Möglicherweise hat er sogar eine, mit der die Vereinigten Staaten von Amerika, Europa und auch der Rest der Welt nicht nur leben, sondern gut leben können.

Offensichtlich ist, dass der Multimilliardär seine Haltung nicht nur sehr gut verbirgt, sondern nicht zur Grundlage seines Wahlkampfs macht. In diesem gilt für ihn ausschließlich der Erfolg. Um diesen zu erreichen, das macht er seit Monaten Tag für Tag deutlich, heiligt für ihn der Zweck die Mittel. Dazu zählen bei ihm nicht nur die legitime Zuspitzung von politischen Argumenten, sondern auch Beleidigungen, Diffamierungen, Hetze. Und: Er schürt Hass.

Letzteres gefährdet bereits spürbar den sozialen Frieden in den Vereinigten Staaten. Zudem irritiert Trump mit seinem Draufschlagen auf Verbündete und seinem Leugnen von amerikanischen Vertragsverpflichtung Politiker in aller Welt.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat stiftet Chaos, um sich als starker und ordnender Führer anzubieten. Nach einem Einzug ins Weiße Haus würde diese Strategie die Welt über kurz oder lang in den Abgrund stürzen. Denn es gibt Staatschefs, die Trumps Worte als Ermunterung verstehen, die Räume zu füllen, die die USA unter ihm freigeben würden.

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