Kommentar zu Horror-Clowns
Bald gibt es richtig Saures

Wir sind schon mitten drin in der dunklen Jahreszeit. Dieser ewige Nebel. Tristesse, Müdigkeit, Depression. Die Zeit der finsteren Gedanken. Für viele Menschen ein echtes Problem. Und jetzt gesellen sich in die ganze Düsterkeit auch noch Schlagzeilen über Horror-Clowns dazu. Fast 400 Vorfälle mit den vermeintlichen Spaßvögeln zählt die Polizei schon bundesweit. Das ist alles - bloß nicht lustig.

Es gibt genügend Leute, die Clowns ohnehin überhaupt nicht komisch finden. Ein Humor, so spießig und gekünstelt wie der Elferrat am Kölner Karneval. Der Clown ist dabei in der Horrorkultur ein altbekanntes Motiv. Die Figur, die eigentlich Kinder zum Lachen bringen soll, wird in ihr Gegenteil verkehrt. Das bekannteste Beispiel ist der Erzschurke Joker aus Batmans Gotham City.

So richtig Schlimmes ist zum Glück bisher nicht passiert. Also ein reiner (Medien-)Hype? Die Politik hat das Thema jedenfalls für sich erkannt, die Innenminister überschlagen sich in Warnungen. So meint Lorenz Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Aktionen zu einer Riesen-Katastrophe führen und Personen ernsthaft verletzt werden." Da trägt der CDU-Mann aber mal so richtig zur Beruhigung der Lage bei ...

Gewiss ist, dass das Tal der Finsternis auch irgendwann durchschritten sein wird. Und nach Halloween dürfte der Spuk hoffentlich abebben. Für die Jagd nach Süßigkeiten am Abend des 31. Oktober gilt: Die Clown-Maske sollte heuer besser zu Hause bleiben. Sonst gibts richtig Saures.

frank.werner@oberpfalzmedien.de
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