Kommentar zum Anschlag bei Würzburg
Militante Islamisten werben gezielt um junge Flüchtlinge

So bitter es klingt: Es gehört mitten in Europa im 21. Jahrhundert zum Lebensrisiko, islamistischen Fanatikern oder Lebensmüden zum Opfer zu fallen. Ob in einem fränkischen Regionalzug, auf der Strandpromenade in Nizza oder in einem Flugzeug, das der Pilot an einer Felswand zerschellen lässt.

Viele Jugendliche sind in der Pubertät für skurrile und wirre Ideen anfällig, auf die sie später im Erwachsenenalter nicht unbedingt stolz sind. Von den Amokläufen an Schulen in Deutschland gar nicht zu sprechen! Noch weit offener ist die emotionale "Flanke" von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen - ohne Geborgenheit der Familie, ohne die vertraute Umgebung und ohne soziale Verwurzelung. Zwar vom Verfassungsschutz beobachtet, aber ansonsten weitgehend unbehelligt, umgarnen die radikalen Glaubenseiferer gezielt Flüchtlinge. So dürfen Salafisten ungestraft mit sozialen Hilfsangeboten um die Minderjährigen werben. Im Herbst 2015 war auf Facebook sogar eine Art Acht-Punkte-Katalog zur Gewinnung von Flüchtlingen für die salafistische Szene zu lesen. Nicht alle jugendlichen Muslime sind gegen diese infame Propaganda resistent.

Warum dürfen Islamisten nach wie vor in Deutschland ein zerstörerisches, aggressives Weltbild predigen, das nur den Koran als Gesetz anerkennt und unsere demokratische Grundordnung ablehnt? Warum wenden die Bundesländer nicht mutiger und entschlossener die Mittel der Abschiebung bzw. Ausweisung für Radikale an? Diese verachten unsere Kultur und Lebensweise; sie sollten das von ihnen verabscheute Deutschland konsequenterweise schnellstens verlassen.

clemens.fuetterer@derneuetag.de
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