Kommentar zur Nominierung von Hillary Clinton
Hillary hilf: Die Kandidatin kann das Schlimmste verhindern

Diese Wahl polarisiert und elektrisiert wie kaum eine zuvor: Am 8. November kommt es zum Showdown ums Weiße Haus zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. Die Nominierung der Gattin von Bill Clinton als Präsidentschaftskandidatin ist vollbracht, es war aber kein Ruhmesblatt in der Geschichte der US-Demokraten.

Skandale um E-Mails überschatteten zunächst den Parteitag, bis mit Michelle Obama der Stern über Philadelphia aufging. Die First Lady schaffte in nur 15 Minuten, was Hillary Clinton monatelang vergeblich versuchte: Sie eroberte die Herzen der Delegierten. Michelles Wärme und klare Kante als Gegenpol zur Unterkühlung und berechnenden Professionalität von Hillary. Dazu ein Bernie Sanders als linksliberaler Antreiber und Stachel bis zuletzt.

Nach der Wahl von Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten der USA vor acht Jahren steht mit der möglichen ersten Frau nun die nächste historische Zäsur an. In Deutschland befindet sich mit Angela Merkel seit mehr als einem Jahrzehnt eine Frau an der Spitze der Macht, daran sei auch einmal erinnert.

Ungläubig blicken wir hierzulande auf die jüngsten Umfrageergebnisse, die Donald Trump vorne sehen. Der Milliardär, Scharfmacher und Narzisst bringt genau die Emotion in den Wahlkampf, die Hillary Clinton fehlt. Und genau das ist ihre Chance: Als Kandidatin des Ausgleichs und der Vernunft kann die Ex-Außenministerin das Schlimmste verhindern: einen US-Präsidenten Trump.

frank.werner@derneuetag.de
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