Kommentar zur Streit mit der Türkei
Auf Zypern ist Platz für Awacs und deutsche Tornados

Der Türkei eilt seit Jahren der Ruf eines störrischen Partners voraus. Schon öfter hat Ankara aus gekränktem Nationalstolz heraus der Nato, der Zusammenarbeit zwischen Allianz und EU sowie einzelnen Partnern Knüppel zwischen die Beine geworfen. Nun zielt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf die Bundesrepublik.

Es überrascht nicht, dass er mit einem Parlament, das einen eigenen Willen entwickelt, Probleme hat. Für Erdogan, der ein Präsidialsystem anstrebt, ist ein parlamentarisches System wie hierzulande ein Gräuel. Er hat dies mehrfach bewiesen. Dabei verkennt Erdogan, dass die Knüppel die er Richtung Bundestag schleudern lässt, zum Bumerang werden können.

Ohne deutsche Soldaten wird der Einsatz der Nato-Awacs gegen die Terrormiliz IS kaum stattfinden. Der Bundestag könnte darauf dringen, die Flugzeuge auf Zypern zu stationieren. Dort wäre auch für die deutschen Tornados Platz. Falls Berlin höher reizen will: Auch Basen in Israel oder Jordanien könnten genutzt werden.

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Ephialtes Corti aus Pyrbaum | 12.07.2016 | 21:49  
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