Kommission soll Pannen im Fall Al-Bakr aufarbeiten
Externe Experten

Dresden. Vier unabhängige Experten sollen im Auftrag Sachsens Fehler bei der Fahndung nach dem Terrorverdächtigen Dschaber A. untersuchen. Auch die Umstände seines späteren Suizids sollen sie prüfen. Die sächsische Staatsregierung beschloss bei einer Sondersitzung in Dresden die Einsetzung der Expertenkommission. Nach dpa-Informationen stehen die Mitglieder noch nicht fest. Die externen Kandidaten sollen aber über möglichst große Erfahrungen im Umgang mit internationalem Terror verfügen.

Der Fall ist am Dienstag in Dresden auch Thema einer Sondersitzung des Innen- und Rechtsausschusses des Landtages. Dabei sollen auf Antrag der Regierungsfraktionen CDU und SPD sowie der Linken die Begleitumstände des Polizeieinsatzes und die Hintergründe des Suizids beleuchtet werden. Am Mittwoch will sich in Berlin der Innenausschuss des Bundestages mit dem Fall befassen.

Dschaber A. hatte sich in seiner Zelle in der JVA in Leipzig erhängt. Sein Zustand war zuvor von der Strafvollzugsbehörde als nicht akut suizidgefährdet eingestuft worden. Nach einem missglückten Zugriff der Polizei in Chemnitz war der 22-Jährige trotz Großfahndung bis nach Leipzig geflohen und dort von Landsleuten überwältigt worden.
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