Kondompflicht im Bordell

Nach monatelangen Diskussionen bringt die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Schutz von Prostituierten vor Ausbeutung und Fremdbestimmung auf den Weg. Prostituierte sollen verpflichtet werden, sich regelmäßig bei Behörden zu melden und vom Gesundheitsamt beraten zu lassen.

Betreiber müssen bei den Behörden künftig eine Erlaubnis für Bordelle, entsprechende Wohnmobile oder andere Prostitutionsgewerbe beantragen. Außerdem soll eine Kondompflicht eingeführt und ungeschützter Geschlechtsverkehr verboten werden. Die Regelungen stellte der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Ralf Kleindiek, am Donnerstag in Berlin vor.

Bei Verstößen soll Betreibern ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro und der Verlust der Betriebserlaubnis drohen. Die Bußgelder für Prostituierte sollen zwischen 15 und 100 Euro liegen, wie Kleindiek erklärte. Er wies Berichte zurück, nach denen ihnen sogar bis zu 5000 Euro Bußgeld drohen sollen.
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