Konflikt mit Nordkorea
Kim Jong Un macht seine Atomraketen startklar

Seoul. Neue Drohgebärden des Regimes in Pjöngjang: Im Streit um das Atomprogramm Nordkoreas hat Machthaber Kim Jong Un den staatlichen Medien zufolge die sofortige Einsatzbereitschaft von Nuklearwaffen angeordnet. Zudem solle sich das Militär für Präventivschläge gegen Feinde bereithalten. Das Land befinde sich in einer äußerst bedrohlichen Lage, wurde Kim am Freitag zitiert. Es sei notwendig, "dass die atomaren Sprengköpfe zur Verteidigung jederzeit bereit sind, um sie jeden Moment abzufeuern".

Nur wenige Stunden später wies das kommunistische Regime die Verhängung der bisher schärfsten UN-Sanktionen gegen Nordkorea als "Provokation" zurück und drohte mit "harten Gegenmaßnahmen". Südkorea und die USA setzten eine Arbeitsgruppe ein, die über die mögliche Verlegung eines US-Raketenabwehrsystems in den Süden der Halbinsel verhandeln soll. Es soll Südkorea und die in dem Land stationierten US-Truppen vor nordkoreanischen Raketen schützen. Das dürfte vor allem China und Russland beunruhigen, die solche US-Abfangraketen nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen.

Die Verschärfung des Tons durch Nordkorea war nach dem UN-Sanktionsbeschlusses erwartet worden. Ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums nannte Kims Äußerungen "wenig hilfreich".
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