Kraft von links: Der Aufstieg von Syriza

Von Wahl zu Wahl hat die Linkspartei Syriza, die 2004 erstmals als Wahlbündnis linker griechischer Parteien und Organisationen angetreten war, immer stärker von sich reden gemacht. Von 4,6 Prozent im Jahr 2009 steigerte sich das Bündnis im Mai 2012 auf 16,8 Prozent und wurde mit 52 Abgeordneten zweitstärkste Kraft im Parlament. Nur einen Monat später wurden Neuwahlen fällig, die der jetzt offiziell als Partei registrierten Linken einen weiteren Schub auf 26,9 Prozent und 71 Mandate brachten.

Syriza will die harte Sparpolitik in Griechenland beenden - und das sofort. Die Mindestlöhne im Privatsektor sollen auf das Niveau vor der Krise steigen, von 586 auf 751 Euro. Niedrige Renten sollen angehoben, Privatisierungen sofort gestoppt werden. Mindestens 9500 entlassene Staatsbedienstete sollen zurück an ihren Arbeitsplatz. Die wichtigste Forderung des Linksbündnisses ist jedoch vor allem ein Schuldenschnitt für das Land, über den eine internationale Konferenz entscheiden soll. (dpa)
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