Kreml und der Westen erhöhen Druck auf Ukraine
"Wir haben es satt"

Die krisengeschüttelte Ukraine gerät nun auch wegen ausbleibender Reformen international stärker unter Druck. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande mahnten bei Staatschef Petro Poroschenko in einem Telefonat an, schneller einen umfassenden Reformprozess zu beginnen.

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew kündigte in einem Zeitungsbeitrag das über Jahrhunderte gewachsene "familiäre Verhältnis" zur Ukraine auf. "Wir werden die Wirtschaft der Ukraine nicht mehr stützen. Das ist unvorteilhaft für uns. Und ehrlich gesagt, haben wir es satt", schrieb er.

Die Vereinten Nationen zeichneten ein düsteres Bild der Situation im Krisengebiet Donbass. Dort seien alle fundamentalen Menschenrechte bedroht, sagte UN-Hochkommissar Prinz Said Raad al-Hussein in Genf. Mit dem Wintereinbruch wachse das Elend der Bevölkerung, vor allem für Kinder und Alte sei die Lage schlimm.

Russlands Regierungschef Medwedew warnte die Ukraine vor "riskanten Experimenten" mit ihren veralteten Atomanlagen. Sollte die prowestliche Führung in Kiew die Reaktorblöcke künftig mit amerikanischen statt mit russischen Brennstäben beladen, könnte dies zu einer "ernsten Bedrohung" führen.
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