Krieg in Syrien
Ban appelliert an USA und Russland

Washington/Moskau. Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen den USA und Russland rückt eine diplomatische Lösung für den syrischen Bürgerkrieg in weite Ferne. Die Führung in Moskau warf Washington vor, zu wenig im Kampf gegen Terroristen zu tun und Terrorgruppen damit zu stärken. Die USA hatten zuvor den direkten Draht nach Moskau gekappt, weil sie keine Chance für eine neue Feuerpause in der umkämpften Großstadt Aleppo sehen. Der amerikanische Außenminister John Kerry beteuerte in Brüssel aber, man werde das syrische Volk nicht im Stich lassen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Fortsetzung der Syrien-Gespräche. "Ich werde sie (Russland und die USA) ernsthaft drängen, ihre Verhandlungen wieder aufzunehmen, damit die Kampfhandlungen ausgesetzt werden können", sagte Ban im Straßburger Europaparlament. Dies sei Voraussetzung für die Lieferung lebensrettender Nothilfe.

Die syrische Opposition reagierte zurückhaltend. Der Schritt der USA komme zu spät, sagte der Sprecher des in Istanbul ansässigen Oppositionsbündnisses Syrische Nationale Koalition, Ahmed Ramadan. Der führende syrische Oppositionelle Samir Naschar erklärte, die USA hätten realisiert, dass die Russen nicht ernsthaft eine politische Lösung wollten. "Die Amerikaner können nicht schweigen, bei all dem, was in Syrien und besonders in Aleppo geschieht."
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