Krippenanbau erhält Segen
Aus dem Stadtrat

Erbendorf. (njn) Für den Erweiterungsbau der städtischen Kinderkrippe nannte zweiter Bürgermeister Johannes Reger in der Stadtratssitzung den offiziellen Eröffnungstermin. So wird am Samstag, 13. Juni, die Kinderkrippe ihrer offiziellen Bestimmung übergeben und im Anschluss mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Bereits heute lud Reger die Bevölkerung ein.

Außenterrasse bleibt das ganze Jahr

Erbendorf. (njn) Die Außenterrasse der Pizzeria Portofino am Kaiserberg kann jetzt das ganze Jahr stehen bleiben. Die Stadträte stimmten in ihrer Sitzung dem Antrag von Atila Yetisoglu zu. Die Aufstellung auf städtischem Grund ist bis auf Widerruf genehmigt.

Wie zweiter Bürgermeister Johannes Reger in der Sitzung ausführte, werden bereits seit mehreren Jahren am Kaiserberg vor den Anwesen Nummer 7 und 9 in den Sommermonaten drei kleine Terrassen aufgebaut, die die Pizzeria nutzt.

Dem Gremium lag nun ein Antrag von Atila Yetisoglu vor, in dem er die Stadt bittet, diese Terrassenanlage das ganze Jahr dort zu belassen, um sich den Aufwand für den Auf- und Abbau sowie die Einlagerung zu ersparen.

Reger wies darauf hin, dass die Errichtung von Holzterrassen baurechtlich bereits 1999 vom Landratsamt Tirschenreuth genehmigt wurden. Einstimmig beschloss der Stadtrat, die ganzjährige Aufstellung auf städtischem Grund widerruflich zu genehmigen.

Noch eine Resolution gegen Stromtrasse

Erbendorf. (njn) Die geplante Stromtrasse durch die Region und damit der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplan Strom 2014 stieß im Stadtrat erneut auf Ablehnung. "Die Trassenführung berührt zwar nicht unser Stadtgebiet, aber das Gebiet der Steinwald-Allianz", so zweiter Bürgermeister Johannes Reger.

Mit dem Netzentwicklungsplan setzte sich der Stadtrat bereits vor gut einem Jahr auseinander. Jetzt befasste sich das Gremium mit dem zweiten Entwurf. Wie Bauamtsleiter Dieter Döppl ausführte, werde die Stromtrasse "D", die unter anderem die Oberpfalz beträfe, beim Anfangspunkt von Lauchstädt nach Wolmirstedt und am Endpunkt von Meitingen in den Raum Gundremmingen verlängert. Des Weiteren sei geplant, die bestehende Strecke von Redwitz über Weiden nach Schwandorf von 220 kV auf 380 kV zu ertüchtigen.

Döppl wies darauf hin, dass trotz der umfassenden Darstellungen des zweiten Entwurfs des Netzentwicklungsplanes die Bedenken und Einwendungen, die die Stadt bereits in der ersten Konsultation erhoben hat, nicht ausgeräumt werden konnten. So seien für die geplanten Stromtrassen nach derzeitigen Kenntnissen keine zweifelsfreien Nachweise über deren Notwendigkeit vorhanden. "Das Gebiet der Stadt sei zwar nach derzeitigem Planungsstand nicht unmittelbar betroffen, liege jedoch innerhalb des Untersuchungsgebietes der Südosttrasse sowie des Ostbayernrings von Redwitz über Weiden nach Schwandorf."

Der Stadtrat beschloss einstimmig, den Netzentwicklungsplan Strom 2014 weiterhin abzulehnen. In der Begründung wird unter anderem angemerkt, dass die Erzeugung alternativer Energien im Rahmen der Energiewende in der Region mit der Trasse "ad absurdum" geführt werden. Zudem werde das Landschaftsbild des Steinwalds zerschnitten. Die Folge wäre, dass der Raum mit seinen touristischen Anreizen beeinträchtigt werde und Immobilien ihren Wert verlieren würden. Nicht zuletzt würde die Gastronomie darunter leiden.

Über die Fraktionen hinweg wurde die Resolution gegen die Trassenführung begrüßt. "Die Stadt ist zwar nicht direkt betroffen, aber wir müssen uns mit anderen Kommunen solidarisch zeigen", betonte Stadtrat Dominik Vollath (CSU). SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Gredinger sah die Gefahr, dass durch den Netzentwicklungsplan die Energiewende in Bayern "abgewürgt" werde. "In unserer Region passt die Trasse nicht ins Blickfeld", merkte CWL-Fraktionsvorsitzende Sonja Heindl an. "Wir brauchen Strom, aber es gibt auch Alternativen."
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