Krisentreffen mit Republikanern im Weißen Haus
Obama sucht Nähe

US-Präsident Barack Obama hat führenden Republikanern persönlich zu ihrem Wahlsieg gratuliert und sich bei einem ersten Arbeitstreffen erneut offen für Kompromisse gezeigt. "Ich werde Ideen nicht danach beurteilen, ob sie demokratisch oder republikanisch sind", sagte Obama vor einem Arbeitsessen mit den 16 höchstrangigen Politikern beider Parteien aus Senat und Repräsentantenhaus. Es gehe ihm um Ergebnisse, die funktionierten.

Obama, die Demokraten und die Republikaner wollten bei dem "Power Lunch" den Spielraum für mögliche Kompromisse ausloten. Besonders strittig sind die Themen Einwanderung und Gesundheitspolitik. Bei dem Treffen sollten auch die Ebola-Epidemie und der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) berührt werden, sagte Obama.

Wie weit die Kompromissbereitschaft tatsächlich reicht, ist offen. Denn Obamas Demokraten wollen nach ihrem Wahldebakel bis zum Jahreswechsel noch Dutzende Gesetze sowie Ernennungen von Regierungsbeamten durchsetzen. Beispielsweise sollten zeitlich befristete Steuererleichterungen verlängert werden, berichtete die "Washington Post" (Freitag). Die Republikaner hatten bei der Kongresswahl am Dienstag eine Mehrheit in beiden Häusern gewonnen.
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