Kritik an Bluttest als Kassenleistung
Kurz notiert

Berlin/Hamburg.(epd) Ein umstrittener Test, der die Untersuchung ungeborener Kinder auf den Gendefekt Trisomie 21 möglich macht, sorgt erneut für Schlagzeilen. Pläne, den Bluttest für Schwangere von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlen zu lassen, stoßen auf Widerstand. Der Check "dient keiner Therapie, sondern der Selektion von Menschen mit Trisomie 21", kritisierte am Mittwoch der CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe. Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, mahnte "einen verantwortungsvollen Umgang mit modernen wissenschaftlichen Methoden" an. Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, noch in diesem Jahr solle eine Studie anlaufen, um die Testmethode zu überprüfen.

Israelische Ärzte beklagen Verstöße

Tel Aviv.(dpa) Die israelische Organisation "Ärzte für Menschenrechte" wirft Israel vor, während des Gaza-Krieges im vergangenen Sommer Verstöße gegen die Menschenrechte und das Internationale Völkerrecht begangen zu haben. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Organisation am Mittwoch auch mit Unterstützung der Hilfsorganisation Medico International veröffentlichte. Demnach habe es beispielsweise in den von Israel bombardierten Gebieten im Gazastreifen nicht genügend Fluchtkorridore und Schutzzonen für Zivilisten gegeben. Ein Palästinenser stach am Mittwoch in Tel Aviv mit einem Messer auf Insassen eines Busses ein und verletzte mindestens neun Menschen. Er soll vor allem Rache für den Gaza-Krieg als Motiv genannt haben.

Demonstrant stirbt: Polizisten verurteilt

Kayseri.(dpa) Anderthalb Jahre nach den regierungskritischen Gezi-Protesten in der Türkei sind zwei Polizisten wegen des Todes eines Demonstranten verurteilt worden. Ein Gericht in der zentraltürkischen Stadt Kayseri habe am Mittwoch die Beamten zu zehn Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass insgesamt sechs Menschen für den Tod des 19-Jährigen verantwortlich waren. DHA meldete, auch vier Beschuldigte, die nicht der Polizei angehörten, seien zu Haftstrafen verurteilt worden.
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