Kurden befreien Kobane

Dichter Rauch lag nach dem Unglück über dem Luftwaffenstützpunkt bei Albacete in Spanien. Mindestens zehn Menschen starben. Bild: dpa

Der Kampf um Kobane war auch dank der Nähe zur türkischen Grenze eine der aufsehenerregendsten Schlachten gegen die IS-Terroristen. Nun ist die Stadt wieder unter Kontrolle der Kurden. Doch im Umland lauert noch immer die Gefahr.

Nach monatelangen Kämpfen haben kurdische Kämpfer die nordsyrische Stadt vollständig von der IS-Terrormiliz befreit. Damit endete am Montag nach rund vier Monaten vorerst eine der erbittertsten Schlachten im syrischen Bürgerkrieg. Die Extremisten des Islamischen Staats (IS) erlitten eine ihrer schwersten Niederlagen seit Ausbruch des Konflikts. Die Kurden hoffen nun, die Terroristen auch in anderen Kampfgebieten zurückdrängen zu können. Die Kurden brachten am Montag im Osten Kobanes die letzten Viertel unter ihre Kontrolle, wie einer ihrer Sprecher bestätigte. Anschließend durchkämmten sie dort Häuser nach Sprengladungen.

Der IS hatte im September seinen Vormarsch auf die vor allem von Kurden bewohnte Stadt an der Grenze zur Türkei begonnen. Zunächst überrannten IS-Kämpfer die Dörfer im Umland und trieben Zehntausende Menschen in die Flucht. Von Kobane konnten die Extremisten zeitweise mehr als die Hälfte unter Kontrolle bringen. Mit Hilfe von Luftangriffen der USA und arabischer Verbündeter gelang es den Kurden, die Extremisten zurückzudrängen. Sie erhielten dafür auch Unterstützung von Kurden aus dem Irak, die schwere Waffen heranschafften. "Dies ist ein Sieg für alle Kurden", sagte Kurden-Sprecher Idriss Nassan. Der Verteidigungsminister von Kobane, Ismet Hassan, erklärte, die Kurden wollten nun das Umland zurückerobern.

Mit wenig Hoffnung auf eine Verhandlungslösung begannen unterdessen in Moskau neue Friedensgespräche über ein Ende des syrischen Bürgerkriegs. Zu dem Treffen seien 27 bis 28 Vertreter der Opposition eingetroffen, sagte Russlands Vize-außenminister Michail Bogdanow laut russischen Nachrichtenagenturen. Am Verhandlungstisch fehlen unter anderem Vertreter des größten Exil-Oppositionsbündnisses Nationale Syrische Koalition.
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