La Stampa
Pressestimmen

Die Turiner Tageszeitung kommentiert den Taliban-Angriff auf eine Schule in Pakistan:

Jetzt haben wir vor unseren Augen auf der einen Seite den blutenden Haufen dieser kleinen Körper ohne Leben, und auf der anderen Seite den finsteren Nebel des Mittelalters, blind und fanatisch. In der globalisierten Welt ohne Grenzen von heute sind Bildung, Armut und Entwicklung eng miteinander verbunden. In Peshawar haben die Taliban, die diese Kinder ermordet haben, versucht, diese Verbindung zu trennen. Vielleicht haben sie auch geglaubt, sich die Gunst des Propheten zu verdienen. Aber ihr Krieg ist verloren. ... Das Mittelalter kehrt nicht zurück.

Lausitzer Rundschau

Das Blatt aus Cottbus schreibt:

Es wird Zeit, kriminell zu nennen, was kriminell ist. Es wird Zeit, Mördern den Deckmantel der Religiosität wegzureißen. Wir leben in einem Zeitalter, in dem Irre, Mörder und Psychopathen ihre Untaten rechtfertigen, indem sie sich als Mitglieder einer globalen Wertegemeinschaft ausgeben. Das gab es auch schon in anderen Jahrhunderten. Tatsächlich handelt es sich um Verbrecher, die Freude daran haben, Unheil über die Menschheit zu bringen.

Sächsische Zeitung

Das Blatt aus Dresden merkt zum Taliban-Anschlag an:

Hinter der Wahl ihrer Opfer steckt eiskaltes Kalkül. Die von der Armee betriebene Schule ist für die Extremisten ein symbolisches Ziel. Sie wollen nicht nur das Militär treffen, sondern auch den Drang nach Wissen und Bildung töten, der ihrem mittelalterlichen Weltbild entgegensteht. Ungewollt bestätigten die Terroristen die Entscheidung, der jungen Pakistani Malala Yousufzai den Friedensnobelpreis zu verleihen.

Landeszeitung

Die Zeitung aus Lüneburg meint:

Die pakistanische Tragödie passt nicht in das Schema des von Samuel Huntington prophezeiten "Kampfes der Kulturen". Denn hier nehmen die Taliban ein Regime ins Visier, das von Sunniten gebildet wird, aus Sicht der menschenverachtenden Gotteskrieger aber viel zu weltlich ist, um das "Land der Reinen" regieren zu dürfen.
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