Landeszeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Lüneburg schreibt zur den "Pegida"-Protesten und den Anschlägen von Vorra:

Lässt man selbst ernannte Kreuzritter zur Verteidigung des Abendlandes gegen den Islam die politische Debatte dominieren, kann sich ein traditionell tolerantes und weltoffenes Land ... in eines verwandeln, das kein Mitgefühl mehr kennt. Insofern war es höchste Zeit, dass die Innenminister die Gefahr ... benannten. Denn die Hetze erzeugt ein gesellschaftliches Klima, in dem sich Zukurzgekommene ermutigt fühlen, Asylbewerberheime brennen zu lassen. Bedrohlich ist der fremdenfeindliche Gärprozess auf den Straßen, weil er nicht mehr vom Rand der Gesellschaft kommt, sondern aus ihrer Mitte - wie vor knapp vierzig Jahren, mit anderem politischen Vorzeichen, der RAF-Terror.

Münchner Merkur

Die Zeitung merkt zum Phänomen "Pegida" an:

Staat wie Politik tun gut daran, das offensichtliche Unbehagen in Teilen der Bevölkerung nicht pauschal in die bräunliche Schublade zu entsorgen und sich so der Verantwortung zu entledigen. Es ist nun mal schwieriger, den Menschen zu erklären, dass von "islamischer Überfremdung" schon zahlenmäßig keine Rede sein kann. Und es ist nun mal mühsamer, darüber zu reden, dass Flüchtlinge auch Zumutungen bedeuten können, als staatstragend Hilfsbereitschaft einzufordern. Wer diese Probleme ... nicht zur Kenntnis nimmt, betreibt die Sache derjenigen, die den Staat von rechtsaußen zerstören wollen.

Südwest Presse

Die Zeitung aus Ulm meint zur Flüchtlingsdebatte:

Die wachsende Zahl von Flüchtlingen verbreitet Unsicherheit. Mit Beschwichtigungen vom Tisch wischen lässt sie sich nicht, den Vorbehalten muss sich die Politik stellen. Das ist vermutlich der einzige Weg, um Verunsicherte von den Einpeitschern von rechts zu trennen.
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