Landeszeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Lüneburg zu Ukraine/Griechenland:

Das zeitliche Zusammentreffen zweier Krisengipfel ist Zufall. Ein innerer Zusammenhang besteht dennoch. Sowohl das griechische Schuldendrama als auch Putins Zarenträume muss Europa auf sich alleine gestellt bewältigen. Obama reiste zwar zum Begräbnis des saudischen Königs, nicht aber zur Charlie-Hebdo-Trauerfeier oder nach Minsk. Washington macht Ernst mit seiner Konzentration auf den Pazifik. Europa hat seine Probleme selbst zu lösen. Und ist dabei überfordert.

Thüringer Allgemeine

Die Zeitung aus Erfurt zur Ukraine-Krise:

Putin wurde vom Gedenken an die Auschwitz-Befreiung ausgeschlossen. So wurde auf der russischen Seele herumgetrampelt. Jetzt werden sich die Russen noch mehr hinter dem Ex-KGB-Agenten versammeln. So kann er innenpolitisch ungestört seinen dreckigen Krieg fortführen. Ob die Ukraine von außen nicht aufgerüstet wird - das kann Merkel nicht versprechen. US-Präsident Obama zaudert vornehm. Bevor die erste "Waffen-Hilfe" entladen sein würde, fluten noch mehr russische Panzer die Region. Wer zählt dann die Opfer?

Stuttgarter Zeitung

Das Blatt schreibt zum neuen Flüchtlingsdrama im Mittelmeer:

Wieder sind drei-, vierhundert Flüchtlinge im Mittelmeer umgekommen. Und so zynisch es klingt: was die EU-Grenzschutzbehörde Frontex noch zu Jahresbeginn als "neuen Grad der Grausamkeit" anprangerte - nämlich das Verladen Hunderter von Asylsuchenden auf ausgemusterte Handelsschiffe -, wäre in diesem Fall geradezu human gewesen, vielleicht gar die Rettung. Denn größere Kähne halten dem Wetter besser stand als kleine Schlauchboote und werden leichter aufgespürt. Aber von Humanität redet in diesem Geschäft schon lange keiner mehr.
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