Landeszeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Lüneburg meint zum Streit um das Gewehr G36:

So sieht eine verheerende Niederlage an der Ausrüstungsfront aus. Nach begrenzt beladungsfähigen Lufttransportern und begrenzt flugfähigen Hubschraubern nun begrenzt treffsichere Gewehre. Bereits vor fünf Jahren hatte ein Experte der Güteprüfstelle vor diesem Problem gewarnt. Es war überfällig, dass die Verteidigungsministerin einen Schlussstrich zog. Das Grundproblem aber bleibt: Die heillose Abhängigkeit der Bundeswehr von der Rüstungsindustrie.

Frankfurter Rundschau

Die Zeitung schreibt zum Krieg in Syrien:

Vor vier Jahren, im März 2011, brach in Syrien ein Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad aus. Inzwischen ist allen Beteiligten völlig klar, dass der Konflikt nicht militärisch zu lösen ist. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagt, der Weg zu einem Ende der Gewalt führe einzig über Verhandlungen für eine politische Lösung. Selbst wenn dafür Gespräche mit dem Assad-Regime notwendig seien. Genau das sind sie. Notwendig und dringend. Wer sich gegen diese Einsicht sträubt, soll sich die Bilder des verwüsteten Aleppo anschauen, die Fotos von den riesigen Lagern der Flüchtlinge oder die Propagandavideos der rasenden, jauchzenden IS-Kämpfer.

Der Tagesspiegel

Das Blatt aus Berlin kommentiert die ärztliche Schweigepflicht:

Die Diskussion über die Grenzen der ärztlichen Schweigepflicht hat begonnen. Denn darf es sein, dass ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber eine entscheidende Krankheit vorenthalten kann? Die ärztliche Schweigepflicht ist ein hohes Gut. Und dennoch: Erfährt ein Arzt davon, dass sein Patient eine Gefahr für andere Menschen darstellt, sollte er Möglichkeiten haben zu handeln. In Notfällen ist das schon jetzt erlaubt. Wahrscheinlich muss aber die Definition eines "Notfalls" neu überdacht werden.
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