Landeszeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Lüneburg schreibt zur Entwicklung bei der AfD:

Die Protestpartei frisst ihren Gründer. Mit der Ausbootung von Bernd Lucke und dem Exodus der gemäßigten Wirtschaftsliberalen durchläuft die "Alternative für Deutschland" genau den Häutungsprozess, den schon die Pegida hinter sich gebracht hat. Deutlich wird, in welche Richtung sich der rechte Rand der Gesellschaft organisiert: Nationalkonservative, Rechtspopulisten und sogar Völkische basteln an einem Sammelbecken deutlich rechts von der Union. Es droht ein deutscher "Front national".

Kieler Nachrichten

Die Zeitung schreibt zum AfD-Parteitag:

Noch ist das Ende der AfD nicht besiegelt. Aber alles deutet darauf hin, dass die Partei keine Zukunft mehr hat - zumindest nicht auf Bundesebene. Ausgerechnet der abgewählte Lucke warnt inzwischen vor dem, was er stets als Demagogie bezeichnet hat, wenn es aus dem Mund seiner Kritiker kam: Nun bescheinigt auch er der jungen Partei einen Rechtsruck. Sein Versuch, die AfD in der Ausländerpolitik zu differenzierten Antworten zu bewegen, ist in Essen kläglich gescheitert. Ab sofort wird die Rhetorik der Partei damit von Menschen wie Alexander Gauland aus Brandenburg und Björn Höcke aus Thüringen bestimmt, die sich kaum noch bemühen, auf Distanz zu Rechtsradikalen zu bleiben.
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