Latvijas Avize
Pressestimmen

Zur Flüchtlingskrise am Eurotunnel schreibt die national-konservative lettische Tageszeitung aus Riga:

Die gemeinsamen Anstrengungen von französischen und britischen Behörden, Migranten daran zu hindern, in der französischen Hafenstadt Calais in den Eurotunnel zu gelangen, bleiben erfolglos. Migranten begeben sich weiterhin in Strömen in den Tunnel und bereiten nicht nur den Regierungen der beiden Länder Kopfschmerzen, sondern auch Frachtunternehmen in Europa. Calais ist jetzt zum Transitpunkt für Hunderte Migranten aus Afrika, dem Nahen Osten und Asien geworden, die versuchen auf illegale Weise nach Großbritannien zu gelangen.

Independent

Das linksliberale britische Blatt zum Flüchtlingsdrama in Calais:

Die Flüchtlingskrise kann langfristig nur durch den Wiederaufbau von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen gelöst werden, die durch Kriege, den Islamischen Staat und Diktatoren zerstört wurden. Millionen Menschen sind in Afrika und im Nahen Osten auf der Flucht. Es sind die unmittelbaren Nachbarn dieser versagenden Staaten, die den größten Anteil dieser Last tragen. Es wird eindeutig zu wenig getan, um Ländern wie dem Libanon, Jordanien, Pakistan und Kenia zu helfen, die Flüchtlingskrise zu meistern.

Le Figaro

Die konservative französische Zeitung zum gleichen Thema:

Solange die Europäer meinen, dass die Grenzschutzagentur Frontex sie vor Einwanderung schütze, wird es weitere Dramen geben, bei denen die Ärmsten auf der Suche nach einem unrealistischen Eldorado ihr Leben lassen werden. (Premierminister) David Cameron findet die Situation "beunruhigend". Wenn Cameron die Migration über den Ärmelkanal stoppen wollte, so bräuchte er nur laut und deutlich zu verkünden, dass für die Einreise nach Großbritannien ein Personalausweis obligatorisch ist, und dass Schwarzarbeit streng bestraft würde.
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