Lausitzer Rundschau
Pressestimmen

Die Zeitung aus Cottbus schreibt über die Videoüberwachung an Bahnhöfen:

Wer mehr Schutz für Passagiere will, muss zugleich personell nachlegen. Sicherheit ist nicht allein die Aufgabe der Bundespolizei. ... Datenschützer werden nun hellhörig werden, weil das Unternehmen die Aufnahmen bis zu drei Tage speichern will. Ja, was sonst? Videoüberwachung verlangt nach Speicherung. Bilder, die nicht gespeichert werden, sind unnütz. Deswegen gilt: Wägt man zwischen Einschränkung der Freiheitsrechte und dem Nutzen für die Sicherheit ab, kann man nur für eine klar geregelte Videoüberwachung sein.

Rhein-Zeitung

Die Tageszeitung aus Koblenz zur Euro-Einführung in Litauen:

Alle drei baltischen Länder haben sich aus eigener Kraft wieder aus dem Sumpf gezogen und gelten heute als ökonomische Musterschüler dieser Union. Und alle drei Länder wissen, dass diese Währungsgemeinschaft sie zwingt, sich besser auf neue Herausforderungen einzustellen, als wenn jeder für sich allein unterwegs wäre. Litauens nun im zweiten Anlauf geschaffter Beitritt ist der Beleg dafür. Das muss man nicht zum Siegeszug der Gemeinschaftswährung hochreden. Aber ein Beispiel, das mitten in dem Gerede von neuen Problemen guttut, ist der Beitritt dieses Landes allemal.

Rheinpfalz

Das Ludwigshafener Blatt kommentiert die Situation nach der Tunesien-Wahl:

Ein 88-Jähriger, der zur Clique des Diktators Ben Ali gehörte, ist kein Wunschkandidat für eine aufstrebende Demokratie. Aber in der Personalie Essebsi - dem Gewinner der tunesischen Präsidentschaftswahl - steckt eine Botschaft für andere Länder, die seit dem Arabischen Frühling 2011 statt Aufbruch vor allem Krieg erleben mussten: Nach Diktaturen muss ein Weg gefunden werden, die Mitglieder der alten Ordnung zu integrieren. Wie schwer das ist, haben auch die Deutschen erlebt - ob nach 1945 oder nach 1990.
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