Lausitzer Rundschau
Pressestimmen

Die Tageszeitung aus Cottbus schreibt zum Rückzug von Gregor Gysi aus der Fraktionsführung:

Letztlich sind die beiden Gysi-Erben eine Personifizierung jenes politischen Grundkonflikts, den die Linke, als sie noch PDS hieß, schon für sich geklärt hatte, der aber nach der Fusion mit der WASG, also den Linken im Westen, wieder aufgebrochen ist: Wie halten wir es mit dem Regieren? Gregor Gysi gebührt zweifellos das Verdienst, die Linke mittlerweile so etabliert zu haben, dass sie von ihren Gegnern respektiert wird. Wenn die Partei im Bund mehr als nur ewige Opposition sein will, dann ist das jedoch zu wenig. So gesehen werden Wagenknecht und Bartsch nicht nur moderieren müssen. Sie müssen integrieren - sofern das bei der Linken noch möglich ist.

Saarbrücker Zeitung

Zum Rückzug von Gregor Gysi kommentiert die Zeitung:

Das eigentliche Problem dürfte die künftige Ausrichtung der Fraktion sein. Die ganz Linken unter den Linken haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass der politische Bösewicht Nummer eins für sie nicht die Union ist, sondern die SPD. Mit Sahra Wagenknecht wird diese Denke nun gewissermaßen führungstauglich. Ein solcher Kurs aber kann nur in die politische Isolierung führen. Bündnisse links von CDU und CSU sind damit unmöglich. Es wird im Fall Wagenknecht interessant sein zu beobachten, ob und wie das Amt die Person verändert.

Rheinische Post

Die Tageszeitung aus Düsseldorf befasst sich mit den Transitzonen:

Mit Zäunen werden wir das Problem nicht lösen, sagt die Bundeskanzlerin mit Recht. Wenn sie sich nun trotzdem dem bayerischen Druck beugt und der Einrichtung von Transitzonen für Asylbewerber an der Grenze zustimmt, bedeutet dies zwar noch keine grundsätzliche Kurskorrektur der liberalen Flüchtlingspolitik Merkels. Es markiert aber einen ersten Schwenk.
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