Lehrer und Schüler demonstrieren - Auch Seeleute streiken
Griechen protestieren

In Griechenland stößt das harte Sparprogramm der Regierung Tsipras auf immer heftigeren Widerstand. Aus Protest gegen die Kürzung ihrer Renten bestreikten die Seeleute am Montag den Fährverkehr, während verärgerte Schüler und Lehrer auf die Straßen zogen. Rentner und Gewerkschaftsverbände kündigten Streiks und Proteste an.

Alle Schiffe der Küstenschifffahrt seien in den Häfen geblieben, teilte die Gewerkschaft der Seeleute mit. Nur einige Fähren, die Migranten aus den Inseln der Ägäis zum Festland brachten, fuhren laut Küstenwache noch. Der Streik soll am Mittwoch um 6 Uhr Ortszeit enden. Infolge des Streiks blieben viele Inseln von der Außenwelt abgeschnitten. Die Seeleute protestieren auch gegen Schwarzarbeit, die hohe Arbeitslosigkeit sowie reduzierte Besatzungen.

Aus Wut über die Nichtbesetzung vieler Planstellen in Schulen protestierten am Montag Lehrer und Schüler in Athen. Es gebe "Tausende Lücken", kritisierte die Gewerkschaft der Gymnasiallehrer. Auf dem Platz vor dem Parlament schleuderten rund 50 Autonome Steine gegen die Polizei. Die Lage beruhigte sich allerdings rasch, wie Medien berichteten. In Kürze wollen Rentner gegen Rentenkürzungen protestieren. Für den 12. November sind erneut Streiks geplant. Dann soll das Parlament weitere Sparmaßnahmen billigen.
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