"Leid bleibt immer Leid"

Die Stadtverwaltung von Brünn erklärte nun, dass sie die "größeren Verbrechen" des NS-Regimes nicht vergessen könne.

Aber dann fügte sie hinzu: "Gleichzeitig aber sind wir uns dessen bewusst, dass Leid immer Leid bleibt, wer auch immer sein Verursacher sein mag und in welcher Zeit es auch immer geschehen ist. Wir als Mitglieder der gegenwärtigen politischen Repräsentanz der Stadt und im Bewusstsein aller der unentschuldbaren Verbrechen der Jahre 1939 - 1945 wollen uns der Tatsache, dass wir politische Nachfolger derjenigen sind, die den Anstoß oder die stille Zustimmung zur Vertreibung von Familien aus ihrem Zuhause gaben, nicht entziehen.

Am 70. Jahrestag dieser Ereignisse wollen wir daran erinnern und die Opfer ehren. Damit wollen wir zum Prozess des Ausgleichs mit dem Unrecht beitragen, welches einen beachtlichen Teil der Brünner Bevölkerung getroffen hat. Es liegt uns sehr an einer Versöhnung und gemeinsamer Zukunft."

Vergleichbares dürfe sich nie mehr wiederholen. Dies sei eine Botschaft in die gemeinsame Zukunft. "Wir wünschen uns, dass alles vergangene Unrecht vergeben wird und dass wir uns - von der Vergangenheit unbelastet und in gegenseitiger Zusammenarbeit - einer gemeinsamen Zukunft widmen." (shj)
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