Leser übt Kritik an Heinz Steinhart und den Tourismustag in Bischofsgrün
Briefe an die Redaktion

Fahrende Kutsche auf Schlingerkurs?

Über den Tourismustag in Bischofsgrün und die Aussagen von Heinz Steinhart macht sich ein Leser seine Gedanken.

Der Sage nach ließ sich im Sommer des Jahres 2014 zu Fichtelberg ein gar sonderlicher Mann sehen. Er hatte ein Obergewand, das zum Golf spielen verleitete, an.

Er kam dröhnend mit 560 Pferdestärken und gab sich als Retter des Armenhauses der Region aus, da angeblich in der Region eine große Touristendürre herrschte. Gegen ein gewisses Entgelt wolle er der Dürre Herr werden und die Kassen wieder klingeln lassen. Der Bürgermeister und der Gemeinderat nahmen das Angebot des sonderlichen Mannes gerne an und schenkten seinen Aussagen Glauben.

Sodann machte er sich an die Arbeit und plante ein "Schmuck- und Schatzkästchen" für die arme Region. Als er fertig war stellte er fest, dass er für Kinder keine Bleibe hatte. "Nicht so schlimm", meinten einige aus dem Gemeinderat, "es gibt ja noch einen angrenzenden See". "Und überhaupt, Familien mit Kindern werden ja sowieso überschätzt". Also wurde die Planung mit ausdrücklichem Wunsch einer "angenehmen" Fragestellung durch den Gemeinderat gewunken. Alsdann durfte sich die Markgräfliche Regierung mit der Planung befassen. Schnell stellte diese fest, dass ja noch Angaben fehlten, und forderten diese bis heute nach.

Zwischenzeitlich sprangen die Lenker des Tourismus' auf die fahrende Kutsche auf und wollten begierig die Aussagen des sonderlichen Mannes einem größeren Volke kundtun. Beglückt von so viel Aufmerksamkeit versprach der sonderliche Mann der Region Edelsteine aus einem fernen Land und einen baldigen Baubeginn. Leider vergaß er zu erwähnen, dass er bei der Markgräflichen Regierung um einen Aufschub bei der Bearbeitung der Planung gebeten hatte. Und so warten die Bewohner der Region leider noch immer auf eine seriöse Aussage des sonderlichen Mannes.

Und die Moral von der Geschicht': Der Herr hat den Menschen zwar das Denken erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

Gert Roderer

Fichtelberg

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