Leserbrief Behauptung nicht belegt

Der Habicht ist "Vogel des Jahres". Das nahm der Landesbund für Vogelschutz zum Anlass für einen Vortragsabend. Zum Bericht darüber (NT vom 5. Januar) erreichte uns ein Leserbrief.

Der im Artikel als "Experte" herausgestellte Herr Hermann Rank klagt die Jäger illegaler Abschüsse von Habichten an; um "dieses Problem in die Öffentlichkeit zu tragen", sei der Habicht vom NABU und vom Landesbund fur Vogelschutz (LBV) zum "Vogel des Jahres 2015" erklärt worden. ,,Abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte seien keine Seltenheit, obwohl die Jagd auf die ... Greifer seit 1970 verboten sei". Merkwürdig, dass der "Experte" für diese unverfrorene Unterstellung nicht den kleinsten Hinweis auf irgend einen Beleg oder Beweis hinzugefügt hat. Derartige Aussagen in die Welt zu setzen, stufe ich als übelste Stimmungsmache bzw. Verleumdung ein.

Der "Experte" nennt keine Zahlen oder Beweise; da frage ich als Jäger und jahrzehntelanges Mitglied im LBV: Wie viele Habichte gibt es in Bayern und wie hat sich deren Bestand in den letzten zehn Jahren verändert bzw. entwickelt? Wie viele Habichte sind in den letzten zehn Jahren von Jägern geschossen, vergiftet oder gefangen worden? Warum werden bei derart gravierenden Schuldzuweisungen keine Zahlen genannt?

Anscheinend kennt der "Experte" doch viele oder alle Habichtshorste in Bayern, wie wollte er sonst wohl den unsinnigen "Vorschlag" mit den "Horstschutzzonen" gemeint haben oder umsetzen wollen?

Das einzig Akzeptable, weil Sinnvolle an diesem Artikel ist die Erklärung des Habichts zum "Vogel des Jahres 2015" und die Forderung zum Handelsverbot für Fangkörbe - der Fang von Vögeln in Fallen ist in Bayern ohnehin verboten.

Peter Bartke92507 Nabburg

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