Leserbriefe Liegt Högling in Burkino Faso?

Zu "Weil Unterschriften fehlten" und "Ohne Unterschriften":

Liegt Högling in Burkina Faso? In Quagadougou wird es vielleicht für eine zulässige und noch dazu menschenfreundliche Art gehalten, einen unliebsamen Kandidaten auszumanövrieren, indem man bewusst einen ungültigen Wahlvorschlag einreicht. Bei uns ist dies ein barbarischer Akt gegen die Demokratie.

Da ist der Platzhirsch der Wählergemeinschaft Högling von einem jungen Hoffnungsträger deplatziert worden. Und was macht der Versammlungsleiter bei der Nominierung, den über 70 Höglinger im Vertrauen auf seine Erfahrung gewählt haben? Er geht ins Rathaus und streicht seine Unterschrift unter der Niederschrift.

Die beiden ausersehenen Zeugen vergessen ob des unerwünschten Ausgangs der Nominierung gleich die Unterschrift. Aber statt zur Verantwortung zu stehen und sie nachträglich zu leisten, wird lieber wird das Gewissen bemüht. Die Bedenken seien ja bekannt ... "Wie soll ich dann noch guten Gewissens eine Unterschrift leisten."

Dem Leiter sei gesagt: Wenn denn die geheime Stimmabgabe in Frage gestellt wird, dann erfordert demokratisches Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein unverzüglich zu handeln.

Entweder man wiederholt die Nominierung zeitgerecht oder man steht zu seiner Leitung und überlässt einen formal richtigen Wahlvorschlag dem Urteil des Wahlausschusses. Im Übrigen kann jeder wahlberechtigte Teilnehmer der Versammlung als Zeuge unterschreiben.

Es braucht nicht unbedingt eines Gemeinderats, der angesichts der Niederlage seines Kollegen offensichtlich Fracksausen hat. Hier wurde sehenden Auges der Wille der Mehrheit der Teilnehmer der Nominierung in Högling in die Tonne getreten. Demokratie geht anders.

Dem jungen Kandidaten Adam ist zu wünschen, dass er sein Engagement für Högling und die Gemeinde Fensterbach nicht aufgibt. Die Höglinger werden sich sicherlich bis zur Gemeinderatswahl 2020 merken, wie ihnen die Chance genommen wurde, den Bürgermeister zu stellen.

Erwin NiklausAmberg

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