Libération
Pressestimmen

Die Pariser Zeitung kommentiert die militärische Unterstützung Russlands für das syrische Regime:

Die Europäer würden gern glauben, dass der russische Präsident in Syrien einen politischen Übergang zusammen mit der Ablösung von (Präsident) Baschar al-Assad unterstützt. Doch es gibt keinen Anlass für eine solche Vermutung. (Präsident Wladimir) Putin will in erster Linie das Regime in Damaskus wieder fest in den Sattel heben. Die Aufstellung zahlreicher Flugzeugabwehr-Stellungen sollte dem Westen eine Warnung sein: Die Dschihadisten haben keine Kampfflugzeuge. Doch auch mit russischer und iranischer Hilfe kann Assad nicht gewinnen. Putins Beteiligung verschärft lediglich den Konflikt und lässt den Strom der Flüchtlinge anschwellen.

Volksstimme

Die Tageszeitung aus Magdeburg meint zu Syrien-Politik.

Der überraschende Moskau-Besuch des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad offenbart zweierlei: Erstens zeigt die Kreml-Führung demonstrativ, dass Assad ohne sie früher oder später verloren wäre. Zweitens wird den Amerikanern und ihren Verbündeten klargemacht, dass der Weg zu einem neuen Regime in Syrien für die Russen nur über den bisherigen Machthaber führt. Das hat der Westen bisher strikt abgelehnt. Gebracht hat das gar nichts. Assad vorläufig im Spiel zu halten, könnte den Krieg verkürzen.

Eisenacher Presse

Die Zeitung befasst sich mit der Abschiebung von Flüchtlingen:

Doch mehr als eine fixe Idee konnte das nicht sein. Nachdem vor knapp einem Jahr der erste neue Airbus A400M ausgeliefert worden ist, wartet die Bundeswehr seither verzweifelt auf den zweiten. 40 dieser hochmodernen Flieger sollen einst in Betrieb sein. Von den Transall - 56 hat die Bundeswehr noch im Betrieb - waren 2014 nach einem internen Bericht nicht einmal die Hälfte flugfähig. Parallel dazu ist die Bundeswehr in etlichen Krisengebieten im Einsatz - die Maschinen werden also schlicht anderswo gebraucht. Jetzt rächt sich, dass man nicht nur bei der Bundeswehr jahrzehntelang alles auf Verschleiß gefahren hat.
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