Linkspartei wirbt für rot-rot-grünen Präsidentenkandidaten
Signal für Bundestagswahl 2017

Berlin. Die Linkspartei wirbt massiv für einen rot-rot-grünen Kandidaten als Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck - auch als Signal für die Bundestagswahl im Herbst 2017. "Natürlich ist diese Wahl auch eine Weichenstellung für die Bundestagswahl", sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch. Ähnlich argumentierte Saarlands Linksfraktionschef Oskar Lafontaine: "Ein rot-rot-grüner Kandidat, der sich in der Bundesversammlung durchsetzt, wäre ein Signal", sagte er. Die SPD müsse einen Vorschlag machen.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel widersprach der Einschätzung, die Wahl des Staatsoberhaupts im Februar habe eine Signalwirkung für die Bundestagswahl im Herbst. "Ich finde, dass die beiden Dinge völlig unabhängig voneinander sind", sagte er. Über die Möglichkeit, gemeinsam mit Grünen und Linken einen Kandidaten aufzustellen, äußerte sich der Parteichef vage. "Die Parteizugehörigkeit ist mir egal. Zuallererst kommt es auf die Persönlichkeit an", erklärte Gabriel.

Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet warnte den Koalitionspartner SPD aber vor rot-rot-grünen Gedankenspielen: "Es ist realitätsfern zu glauben, das Abstimmungsverhalten in der Bundesversammlung im Februar 2017 sei ohne jegliche Auswirkung auf die Bundestagswahl im September", sagte er.
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