Lucke will zurück zur Ur-AfD

Die AfD hat seit dem Bruch in der Parteispitze einen Teil ihrer Mitglieder verloren. Einige dieser Abtrünnigen überlegen, ob sie eine neue Partei gründen sollen - womöglich schon an diesem Wochenende.

Abtrünnige Mitglieder der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) wollen an diesem Sonntag in Kassel über die Gründung einer neuen Partei beraten. Entschieden ist zwar noch nichts - doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich die Gruppe um den ehemaligen AfD-Chef Bernd Lucke dazu entschließen wird. "Es ist wahrscheinlicher, dass wir das tun, als dass wir es nicht tun", sagt Lucke. Der inzwischen abgewählte AfD-Parteivorsitzende hatte im vergangenen Mai den Verein "Weckruf 2015" gegründet. Dieser sollte ein Sammelbecken für AfD-Mitglieder sein, die mit den rechtspopulistischen Thesen einiger Parteifunktionäre um die neue Vorsitzende Frauke Petry nichts zu tun haben wollen.

Jetzt könnte der 4000 Mitglieder zählende Verein als Keimzelle für eine neue Partei dienen. Das Programm soll sich an den ersten Kernthesen der Ur-AfD orientieren. Ob Lucke für den Vorsitz der neuen Partei kandidieren wird, ist noch offen. Fest steht aber, dass er zumindest eine "führende Rolle" spielen würde. Mit dabei wäre wahrscheinlich auch der frühere Industrie-Präsident Hans-Olaf Henkel.
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