Märkische Allgemeine
Pressestimmen

Der Stacheldraht, den der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP, links) und sein früherer tschechoslowakischer Amtskollege Jiri Dienstbier bei Waidhaus (Kreis Neustadt a.d. Waldnaab) an der deutsch-tschechoslowakischen Grenze symbolisch durchzwickten, ist in einigen Köpfen noch vorhanden. Bild: dpa
Die Tageszeitung aus Potsdam kommentiert den Terror des IS:

Der IS ist nicht unbesiegbar, doch bis zu 50 000 Mann kämpfen unter seiner schwarzen Flagge. Es wird lange dauern, eine solche Armee zu schlagen. Und jenseits der militärischen gibt es politische Probleme. Wie kann der Irak stabilisiert, der Bürgerkrieg in Syrien beendet werden? Der IS hat ein Machtvakuum ausgenutzt - doch zu stabilen staatlichen Strukturen, mit denen man den Terror dauerhaft bekämpfen könnte, gibt es leider kaum Erfolgsmeldungen.

Westfalenpost

Die Zeitung aus Hagen zu Uli Hoeneß' Rückgabe des Bayerischen Verdienstordens:

Die Behörden müssen sich fragen, wie weit es mit der Einsichtsfähigkeit des 62-Jährigen her ist. Man mag dem Fußball-Funktionär abnehmen, dass er es als großen persönlichen Fehler ansieht, 28,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Dass er sich dennoch als Opfer sieht - weil er der einzige Bundesbürger sei, der nach einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung einsitzt -, ist nicht nachvollziehbar. ... Uli Hoeneß fühlt sich offenbar rund um seinen Prozess von der Landespolitik in Stich gelassen. Es bleibt eine gewisse Ratlosigkeit über sein Demokratieverständnis zurück. An dem politischen Menschen Uli Hoeneß dürfte das Postulat von der Unabhängigkeit der Justiz nicht vorbei gegangen sein.

Südwest Presse

Das Blatt aus Ulm schreibt über die Flugsicherheit:

Das ist ein verheerender Wert und immer wieder decken Medien und Kontrolleure auf, dass auf dem größten Flughafen an einer der sensibelsten Stellen gespart wird: bei der Sicherheit. Darüber kann selbst die technische Aufrüstung ... nicht hinwegtäuschen. Diese Neuerung wird wie die Röntgengeräte nur Sicherheit bringen, wenn Menschen, die die Geräte bedienen, Gefahren auch erkennen können. Der Fehler liegt im System. Die Privatisierung von Sicherheitsdiensten führte dazu, dass Leistungen zu konkurrenzlos günstigen Preisen erbracht werden müssen. Das heißt ganz oft: Sparen bei Löhnen und bei der Ausbildung. Die Auslagerung brisanter Dienste an Private kann die Gesellschaft noch teuer zu stehen kommen.
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