Magyar Idök
Pressestimmen

Zur Flüchtlingskrise schreibt die regierungsnahe ungarische Zeitung:

Es ist bedauerlich und gewissermaßen hoffnungslos, dass entscheidungsunfähige Menschen die EU-Staaten führen. Anders als von den Regierungschefs erhofft, ist die jetzige Menge der Migranten nur die Spitze des Eisbergs. Die Mehrheit, die vielen Millionen Muslime und andere potenzielle Einwanderer, hat noch gar nicht zu packen begonnen. Aber ihre Angehörigen sind schon dabei, das Familiensilber zu Geld zu machen, um deren Reise nach Europa zu finanzieren.

Hannoversche Allgemeine

Die Zeitung aus Hannover befasst sich mit Erdogans Brüssel-Besuch:

Der EU blieb keine Wahl als der Versuch, Ankara auf seine Seite zu ziehen. Denn nur so wahrte man sich die Chance, zum einen die Flüchtlingsfrage ... perspektivisch zu entschärfen - und andererseits zu verhindern, dass Erdogan in der noch nicht erkennbaren Koalition derer, die auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad einwirken sollen, auf die falsche Seite gerät. Man musste sicherstellen, dass nicht nur die EU die Türkei, sondern die Türkei auch die EU braucht.

Sme

Die slowakische Zeitung kritisiert die deutsche Flüchtlingspolitik:

Es ist schön von Kanzlerin Merkel, dass sie das Risiko auf sich nimmt, dass ihr nicht nur die opponierende CSU, sondern auch Pegida über den Kopf wächst. Dieselbe Tapferkeit darf sie aber nicht von politischen Führern verlangen, die eine ganz andere Sicht auf die Flüchtlingsproblematik haben. Ohne Einigung geht es nicht, deshalb muss zu den wohl unvermeidlichen dauerhaften EU-Flüchtlingsquoten auch die Bedingung hinzukommen, dass die (Schengen-)Außengrenzen dichter werden. Nur so kann es zwischen den beiden Sichtweisen auf den Flüchtlingsstrom wenn schon kein Gleichgewicht, dann zumindest eine Art Streitberuhigung geben.

Reutlinger General-Anzeiger

Die Zeitung merkt zu Erdogan an:

Die Europäische Union ... muss dafür sorgen, dass in den türkischen und den anderen Flüchtlingslagern an der syrischen Grenze vernünftige Lebensverhältnisse herrschen. Die Masse der Vertriebenen will nicht weiter flüchten, sondern in Heimatnähe bleiben und zurück, sobald sich die Verhältnisse ändern sollten. Die syrischen Nachbarn haben Millionen von Menschen aufgenommen. Die Türkei allein rund 2,5 Millionen. ... Damit könnte die EU eine Ursache für die weitere Flucht über den Balkan nach Europa und Deutschland beseitigen.
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