Malaysia verkündet harte Linie gegen Flüchtlinge
Zurück aufs Meer

Ein Fischerboot versorgt Flüchtlinge nahe Malaysia mit Wasser und Lebensmitteln. Bild: dpa
Die malaysische Marine hat zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt rund 1000 Menschen an Bord gestoppt. Eines sei abgewiesen und zu seinem Heimathafen zurückgeschickt worden, teilte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Mohamed Thajudeen Abdul Wahab, am Donnerstag mit, ohne zu sagen, welches der Heimathafen ist. Das andere werde wegen eines Maschinenschadens repariert, müsse dann aber ebenfalls wieder in See stechen. Beide Boote waren vor der Insel Penang im Nordwesten des südostasiatischen Landes abgefangen worden. Die Regierung in Kuala Lumpur kündigte zugleich eine harte Linie gegen die Bootsflüchtlinge und noch intensivere Patrouillen vor der Küste an. Ein BBC-Reporter berichtete am Donnerstag von katastrophalen Zuständen auf einem Flüchtlingsboot mit 350 Menschen nahe der thailändische Insel Koh Lipe westlich von Langkawi. Die Besatzung habe sich abgesetzt und die Maschinen funktionsunfähig gemacht. Zehn Menschen an Bord seien schon gestorben und in der Andamanensee ins Wasser geworfen worden. "Wir können Leute sehen, die ihren eigenen Urin aus Flaschen trinken", berichtete der Reporter. Die Migranten sagten, sie seien schon seit drei Monaten auf See.
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