Mannheimer Morgen
Pressestimmen

Die Tageszeitung schreibt zum Thema Nato/Türkei:

Noch hält die Nato still, weil sie niemand haben will - und bisher auch keiner braucht. Darüber ist niemand froher als die Allianz selbst. Mehrere Konflikte an unterschiedlichen Fronten kann das Bündnis nicht schultern. Für die explosive Lage in der türkisch-syrischen Region dürfte das eher eine schlechte Botschaft sein. Es sind zu viele Mächte am Werk, die das Ziel der Aktion, den Kampf gegen den IS, zugunsten eigener Interessen herunterstufen.

Mindener Tageblatt

Auch die Zeitung aus Nordrhein-Westfalen kommentiert das Verhältnis Nato-Türkei:

Erklären kann man Erdogans radikalen Kurswechsel nur mit der Wahlniederlage, die seine lange Zeit so sieggewohnte und deshalb immer selbstherrlicher auftretende AKP bei den jüngsten Parlamentswahlen erlitt. Ausgerechnet die kurdische HDP machte mit ihrem unerwartet guten Abschneiden Erdogans Masterpläne für eine verfassungsändernde Parlamentsmehrheit zunichte. Koalitions-Sondierungen blieben - gewollt? - erfolglos. Jetzt wird die nationale Karte gezogen, werden äußere und innere Feinde bekämpft - und Neuwahlen vorbereitet. Die Nato steht dabei, findet Anti-Terror-Kampf richtig und schweigt zu den Kurden. Wenn sie ... sich da mal nicht ganz schwer verrechnet.

Münchner Merkur

Das Blatt aus der Landeshauptstadt merkt zum PKK-Thema an:

Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Man muss ihn wollen. Erdogan will ihn nicht. Nicht mit den Kurden. Sie sind erfolgreich im Kampf gegen den IS, sie punkten innenpolitisch in der Türkei, und sie wollen endlich einen eigenen Staat. Sie stehen damit den Ambitionen, dem Ehrgeiz und der Machtgier des Sultans aus Ankara im Weg. ... Deshalb hat er den Friedensprozess - der ihm ohnehin ein Dorn im Auge war - aufgekündigt. Kurdische Anschläge dienen als Vorwand zum Terror, zur Rechtfertigung für die Jagd auf Kritiker. Man kennt das. Es ist in Diktatorenkreisen Usus.
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