Marschbefehl für Bundeswehr
Bis zu 550 zusätzliche Soldaten für Mali und den Irak

Berlin. Die Bundeswehr weitet ihre Einsätze im westafrikanischen Mali und im Irak deutlich aus. Der Bundestag stimmte der Entsendung von bis zu 550 zusätzlichen Soldaten in die beiden Krisenländer am Donnerstag mit großer Mehrheit zu. Im gefährlichen Norden Malis sollen künftig bis zu 650 deutsche Blauhelmsoldaten zur Durchsetzung eines Friedensabkommens zwischen Regierung und Rebellengruppen beitragen. Bisher liegt die Obergrenze für die UN-Mission bei 150 Soldaten.

Im Irak wird die Truppe zur Ausbildung kurdischer Kämpfer für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat von bisher maximal 100 auf 150 vergrößert.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nannte den Mali-Einsatz eine der gefährlichsten UN-Missionen. "Nord-Mali ist sehr unruhig, entsprechend gefährlich ist der Einsatz für unsere Soldaten", sagte die CDU-Politikerin. 73 Blauhelmsoldaten und UN-Mitarbeiter wurden bis Ende 2015 getötet.

An der UN-Mission sind bisher nur zwölf deutsche Soldaten im Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako beteiligt. Nun sollen zunächst rund 400 Soldaten nach Gao im Norden geschickt werden. Im Bundestag stimmten 87 Prozent der Abgeordneten für die Ausweitung des Mali-Einsatzes. Für den Irak-Einsatz stimmten 77 Prozent der Parlamentarier.
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