Massaker an Volleyball-Freunden in Afghanistan
45 Tote bei Anschlag

Beim schwersten Einzelanschlag dieses Jahres in Afghanistan sind während eines Sportturniers mindestens 45 Menschen ermordet worden. Der Attentäter habe sich am Sonntag bei einem Volleyballspiel in der ostafghanischen Provinz Paktika zwischen den Zuschauern in die Luft gesprengt, sagte ein Sprecher der Regierung. Mindestens 70 Menschen seien verletzt worden.

Die Mehrheit der Opfer seien Zivilisten, darunter viele Kinder und Jugendliche. Einige Polizisten seien ebenfalls getötet worden. Die genaue Zahl sei jedoch noch unklar. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums sagte, die Krankenhäuser seien überfüllt.

Der schwerste Einzelanschlag seit Jahresbeginn ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem das afghanische Parlament den Weg für einen internationalen Militäreinsatz im Land über das Jahresende hinaus freigemacht hatte. Ausländische Soldaten erhalten Immunität vor afghanischer Rechtsprechung - was eine Bedingung der USA und der Nato für ihren Verbleib war. Deutschland will sich mit bis zu 850 Soldaten beteiligen.
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