Mazedonischer Präsident: EU und Nato mit schuld
Vorwürfe aus Skopje

Der mazedonische Präsident Djordje Ivanov hat am Montag in Skopje Vertreter der USA, der EU, der OSZE sowie der Nato über die zweitägigen Kämpfe mit 22 Toten in der Stadt Kumanovo informiert. Dabei habe er erneut die zehnjährige Blockade eines EU- und Nato-Beitritts seines Landes als eine der Ursachen für den Gewaltausbruch bezeichnet, ließ das Staatsoberhaupt anschließend mitteilen. Die Staats- und Regierungsspitze hatte am Vortag "albanische Terroristen" aus dem benachbarten Kosovo für die Kämpfe verantwortlich gemacht. Die Spezialpolizei hat inzwischen die drittgrößte Stadt des Landes wieder verlassen. Tausende Einwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Ein Gericht in Skopje ordnete für 30 festgenommene Albaner Untersuchungshaft an. Laut Innenministerium besitzen 18 von ihnen die Staatsangehörigkeit des benachbarten Kosovos, die anderen seien albanische Mazedonier.
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